Historie

Historie

Wie die Tanzbühne-Dancestage entstand

Den Wunsch, mich durch Musik und Tanz auszudrücken verspürte ich schon früh in mir. Die Möglichkeiten dies zu verwirklichen ergaben sich erst nach meinem 12. Lebensjahr. Danach war der Wunsch und das Bedürfnis zu tanzen auf meinem Lebensweg nicht mehr aufzuhalten.

Meine ersten Ballettlehrer waren Tänzer der Stuttgarter Ballettkompanie zu John Crankos Zeiten: Egon Madson, Gudrun und David Sutherland.. Später trainierte ich kontinuierlich an der Pleva-Ballettschule in Stuttgart-Vaihingen die Fächer Klassisches Ballett und Jazzdance.

Nach meinem staatlichen Studienabschluß 1967 zur Fachlehrerin für die Fächer Musik, Rhythmik und Sport lehrte ich diese Fächer 5 Jahre lang an Grundschulen und Gymnasien. Das Lehren und Vermitteln machte mir von Beginn an Spaß.
Der Wunsch, diese Fähigkeiten ausschließlich auf Tanz und Choreografie zu legen, wurde jedoch schließlich übermächtig.

So kam es, dass ich 1974 mein erstes Tanzstudio in Stuttgart-Vaihingen mit den Hauptfächern klassisches Ballett und Jazzdance eröffnete. Seit dieser Zeit arbeite ich als selbständige Tanzpädagogin.

Gleichzeitig liefen intensiv meine Studien mit der Royal Academy of Dance® in London an, die schon damals einen sehr guten Lehrplan für Kinderballett mit weltweiter Anerkennung entwickelt hatte. Ein Erfolg für Hobby-Ballettschüler ist schließlich nur möglich, wenn ein sinnvoller und methodisch durchdachter Unterricht geboten wird.

Dieser Anspruch an meine Unterrichtsarbeit war und ist mir bis heute wichtig und die Resultate meiner Arbeit geben mir Recht:
Seit 1975 legten jährlich 50-70 Schüler meiner Schule eine Prüfung vor einem Prüfer der Royal Academy of Dance®, London, ab. Im Jahr 2002 waren es erstmals über 90 Schüler, Heute sind es über 100 jährlich.
Viele meiner ehemaligen Schüler sind inzwischen selbst Tanzpädagogen und haupt- oder nebenberuflich tänzerisch tätig. Mehrere Schülerinnen der Tanzbühne haben die Aufnahmeprüfung in die John Cranko-Schule in Stuttgart bestanden und wurden dort zur Berufstänzerin ausgebildet.

Schon als Jugendliche fühlte ich mich nicht nur vom Balletttanz, sondern auch vom modernen Jazzdance und dem Musical angezogen. Während das Balletttraining Disziplin und genaue Platzierung der Bewegungen fordert, bietet der Jazzdance unendlich mehr Freiheit im Ausdruck und mehr Individualität in der Bewegungsführung. Trotzdem ist auch für diese Tanzart neben Kraft und Kondition eine gute Technik erforderlich. Mit einer soliden Ballettgrundlage macht das Jazztanzen enorm viel Spaß und ist auch für den Zuschauer eine Freude zum Anschauen.

In den letzten Jahren hat sich Hip-Hop als selbständige Tanzform zu Rap- und Popmusik entwickelt, so dass ich auch diese Tanzart in den Unterricht aufgenommen habe.

Zu Jazz- und Modern-Dance Studien reiste ich in den Jahren 1978 bis 1981 oft nach New York, um an der Alvin Ailey-School, an der Martha Graham-School, am Luigi-Center und am Clark-Center mit hervorragenden Lehrern zu lernen.

In New York lernte ich meinen Mann kennen und wir lebten von 1981 bis 1987 in Kalifornien in der Bay Area bei San Francisco. Mein zweites Studio leitete ich 1984 bis 1987 in Clayton, California.

Dieser Zeitabschnitt war natürlich angefüllt mit neuen Erlebnissen und neuen Eindrücken. Alles musste in einer fremden Sprache abgewickelt werden, wobei jedoch das Unterrichten in Englisch nach Anfangsschwierigkeiten viel Spaß machte. Auch in meiner dortigen Schule absolvierten die amerikanischen Schüler jährlich die Ballettexamen der Royal Academy of Dance®, London.

Eine Backstube wird zum fröhlich-bunten Tanzstudio

Seit September 1988 gibt es nun die Tanzbühne-Dancestage in Asperg. Aus einer leer stehenden Backstube wurde nach wochenlanger Putz- und Anstreicharbeit ein Ballettstudio. Die fröhlichen und sonnigen Farben Kaliforniens haben dieses Studio geprägt. 20 Jahre später, seit 2008 befindet sich die Tanzbühne in neuen Räumen ganz in der Nähe, immer noch in Asperg, In zentraler Lage gegenüber dem Hotel Adler. Zwei helle Tanzsäle und schöne Umkleideräume sorgen für ein gutes Arbeitsklima für die Schüler und eine gemütliche Atmosphäre drum herum. Ganz besonders gelungen ist unser Aufenthaltsraum für die wartenden Eltern. Auch die Tanzboutique wurde wieder mit integriert.

Die Tanzbühne ist nun mein drittes Studio. Seit 37 Jahren gehe ich nun diesen beruflichen Weg. Die Jahre waren angefüllt mit anstrengender Aufbauarbeit und flogen nur so dahin. Daher ist die Freude über den regen Zulauf von Schülern sehr groß.
Dennoch ist für mich die Zeit gekommen die Leitung der Tanzbühne in jüngere Hände zu legen. Einige Klassen, besonders Jazzdance für den ich schon immer eine Leidenschaft hatte, werde ich weiter unterrichten.
Verantwortlich für die Tanzbühne ist seit Januar 2012 Estelle Gros, die seit vielen Jahren schon bei uns unterrichtet.

Ihre Sibylle Mayer-Brigham

Jährliche Prüfungen unserer Ballettschüler sowie regelmäßige Schulaufführungen sind Ziele, auf die wir Lehrer mit unseren Schülern hinarbeiten. Ein Bühnenauftritt im Rampenlicht ist immer ein besonderes Ereignis und wird von den Schülern mit großer Begeisterung ausgeführt.

Der Tanz ist eine wunderbare Ausdrucksform für den Menschen.
Nicht zuletzt, weil neben den physisch-technischen Anforderungen an den Körper, auch die Musik durch Aussage der Songs die Gefühle anspricht. Wer das Tanztraining richtig betreibt und sich voll eingibt, stellt fest, dass während des Tanzens jegliche Alltagsproblematik abgeschüttelt werden kann. Erfrischt und erneuert verläßt man nach dem Unterricht oder dem Auftritt das Studio oder die Bühne.

Tanz bedeutet für unser Verständnis in erster Linie, den Körper zu fühlen und Spannungen loszulassen trotz der Disziplin, die für bewegungs-technische Schwierigkeiten und Choreografie erforderlich ist.

Viele Eltern und Schüler bestätigen einen positiven Zusammenhang zwischen erfolgreichem Ballettstudium und schulischen Leistungen.

Wir werden die Tanzbühne in diesem Sinne, im Sinne ihrer Gründerin, weiterführen und freuen uns auf Ihre Unterstützung dabei.

Ihr Tanzbühnen Team